FutureFriday mit Pippa&Jean:

09. Nov 2018

FutureFriday mit Pippa&Jean: Teleshopping neu gedacht

In unserer #FutureFriday-Serie stellen wir regelmäßig Start-ups vor, die mit ihren Ideen die Zukunft verändern wollen. Dieses Mal spricht Gerald Heydenreich, Gründer & CEO von Pippa&Jean, über Direktvertrieb in der Online- und Offlinewelt.

1. Kurz und knapp: Was macht Pippa&Jean?

Pippa&Jean ist eine Social Selling Community, die es Frauen ermöglicht, über ihren eigenen Onlineshop und auf Style Partys Schmuck, Handtaschen und Lifestyleartikel unseres Labels zu verkaufen. An den Umsätzen partizipieren sie zwischen 25 und 35 Prozent. Sie können eigene Teams aufbauen, ausbilden und managen und sind wiederum an deren Umsätzen beteiligt.

Seit kurzem bieten wir außerdem ORYZ an, eine von uns entwickelte B2B2C-Softwareplattform für Social Selling.

2. Was an Pippa&Jean ist zukunftsweisend?

Pippa&Jean kombiniert das Beste aus der Offline- und der Onlinewelt. Die Kunden haben ein wirkliches Einkaufserlebnis, lernen die Produkte in einem familiären Rahmen kennen und können sie nach Herzenslust ausprobieren. Anders als herkömmliche Direktvertriebe haben wir uns von Anfang an stark auf die technologische „Befähigung“ unserer Style Coaches mit einer eigenen Technologie fokussiert. Seit kurzem verkaufen die Style Coaches auch auf sog. Online Style Partys, eine Art Teleshopping auf Facebook.

3. Wie funktioniert das genau?

Jeder Style Coach erhält einen eigenen Onlineshop und eine Umsatzbeteiligung daran. Mit dem Online Style Party Manager streamt er live auf Facebook in entsprechende Gruppen. Kunden können sofort in dem Shop einkaufen. Einige unserer Style Coaches generieren nur über diesen Onlinekanal signifikante Umsätze. Inzwischen nutzen auch andere Firmen diese Form des Vertriebs. So bietet unter www.atmyhome.com der belgische Unterwäschehersteller Van De Velde seine Marken Primadonna und Marie Jo über unsere Plattform ORYZ an.

4. Pippa&Jean ist ein in Frankfurt gegründetes und hier ansässiges Unternehmen – was schätzt du besonders an diesem Standort?

Frankfurt ist für uns aufgrund seiner Lage ideal. Da wir in ganz Deutschland immer wieder präsent sind, erlaubt uns die zentrale Lage schnell unsere Ziele zu erreichen. Hinzukommt natürlich ein großer Pool an sehr qualifizierten Arbeitskräften und die gute Anbindung über den Flughafen an die ganze Welt.


5. Wie muss sich die Start-up-Region Frankfurt Rhein-Main Deiner Meinung nach verändern, um noch mehr Start-ups und Investoren anzuziehen?

In den letzten Jahren hat sich in der Szene viel getan. Ich glaube aber, dass die Politik in Frankfurt gefordert ist, Firmen zu Investitionen in den Standort zu motivieren. Warum baut Siemens z. B. seinen Innovationscampus in Berlin und nicht in Frankfurt? Mit Steuervergünstigungen oder Bauflächen könnte man Unternehmen anziehen. Es fehlt an einem starken Willen in der Region, sich um das Thema wirklich zu kümmern.

6. Wie hast Du vor, zukünftig Talente für Pippa&Jean zu gewinnen und somit nach Frankfurt zu bringen?

Interessanterweise haben wir gerade aufgrund der noch geringen Anzahl an interessanten Start-ups in und um Frankfurt wenig Probleme, qualifiziertes Personal zu finden. Menschen, die in jungen, agilen Firmen arbeiten wollen, suchen ja in einer Region bewusst nach diesen Firmen. Wenngleich wir aufgrund des hier relativ hohen Lohnniveaus weniger Mitarbeiter einstellen können, als wir wollen. Es ist nach wie vor relativ schwer, Mitarbeiter von außerhalb in die Region zu bewegen. Frankfurt kämpft leider immer noch mit seinem Image.

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