PSD2 – Chance oder lästiges Übel?

26. Apr 2018

PSD2 – Chance oder lästiges Übel?

Seit dem 13. Januar 2018 ist die überarbeitete Finanzrichtlinie Payment Services Directive 2 (PSD2) in Kraft, die u. a. Banken verpflichtet, Drittanbietern von Finanzdienstleistungen Zugriff auf Kontodaten ihrer Kunden zu geben – die Zustimmung des Kunden vorausgesetzt.

Bei den siebten Rooftop Talks im Deutsche Börse FinTech Hub am 25. April 2018 diskutierten Benjamin Michel (Finanzguru by dwins GmbH), Julian Schönbeck (Deutsche Bank API Program) und Thorsten Bambey (Sparkassen Innovation Hub) mit Michael Duttlinger (Cashlink Payments GmbH) gemeinsam mit mehr als 60 Besuchern (Start-ups, Investoren und Corporates, darunter andere Banken) darüber, welche Vorteile und Nachteile die Verordnung für Start-ups und Banken mit sich bringt.

Instant payment, SEPA oder auch die Überprüfung von Kreditwürdigkeit und Alter wurden von den Start-ups wie auch von den Banken als klare Vorteile identifiziert. Ein großes Thema war das Vertrauen der Kunden zu Drittanbietern von Finanzdienstleistungen. Vorher war das ein Monopol der Banken gewesen, aber sobald die Nutzer gute Erfahrungen mit den neuen Angeboten gemacht hätten, würden Sie diesen dasselbe Vertrauen entgegenbringen und deren Vorteile nutzen.

Zudem würde die Nutzung von Kundendaten auch für Fintechs natürlich streng reguliert. „Am Ende entscheidet immer der Nutzer über seine Daten“, betonte Moderator Michael Duttlinger.

Nach der Diskussionsrunde gab es Zeit für Austausch bei Fingerfood und Drinks und für die Fußballbegeisterten Champions League live.

Auch dieses Mal fanden die Rooftop Talks einen äußerst positiven Anklang bei den Besucherinnen und Besuchern, da das Thema PSD2 mittlerweile bei vielen Beteiligten, etablierten Finanzdienstleistern sowie Start-ups, relevant ist. 

Additional Information