#FutureFriday mit CASHLINK: Die Blockchain-Pioniere vom Main

18. Jan 2019

#FutureFriday mit CASHLINK: Die Blockchain-Pioniere vom Main

Im Jahr 2016 gründeten die vier Absolventen des Karlsruhe Institute of Technology Michael Duttlinger, Lars Olsson, Jonas Haag und Niklas Baumstark CASHLINK. Im Future Friday-Interview erzählt Michael Duttlinger, wie das Start-up den starren Venture Capital-Prozess revolutioniert.

1. Kurz und knapp: Was macht CASHLINK?

CASHLINK ist ein Fintech-Start-up. Wir sind absolut techbegeistert und während wir unsere eigene Finanzierung angegangen sind, haben wir festgestellt, dass der Venture Capital-Prozess langsam, starr und unmodern ist. Und damit soll in innovative Start-ups investiert werden! Wir haben erkannt, dass dieser Prozess durch Digitalisierung viel besser würde. So kamen wir auf die Idee, selbst Start-up-Anteile zu digitalisieren und sie auf einer Blockchain abzubilden. Das machen wir jetzt.

2. Was an CASHLINK ist zukunftsweisend?

Die Technologie, die wir nutzen. Distributed Ledger ermöglicht es, Daten über Transaktionen dezentral zu speichern. Diese Daten sind als Kopien auf verschiedenen Rechnern im Netzwerk gespeichert und werden bei Änderungen der Transaktion entsprechend ergänzt. Eine Anpassung aller Datensätze findet in der Distributed Ledger-Technologie gleichzeitig in allen Kopien statt, die im Netzwerk verteilt sind. Eine bekannte Form der Distributed Ledger-Technologie ist die Ethereum-Blockchain. Diese nutzen auch wir für unser Produkt.

3. Wie funktioniert das genau?

Wir nutzen die Technologie, um sogenannte Security Token auszugeben. Ein Security Token auf der Blockchain spiegelt Unternehmensbeteiligungen wider und ist zudem übertragbar. Unsere Security Tokens sind blockchainbasierte Wertpapiere, bei denen der Investor beim Exit-Erlös einen festgelegten Prozentsatz je Token erhält.

4. CASHLINK ist ein in Frankfurt gegründetes und hier ansässiges Unternehmen – was schätzt du besonders an diesem Standort?

Kurz nach der Gründung unseres Unternehmens sind wir in den FinTech Hub des Deutsche Börse Venture Networks gezogen. Das hat uns enorm viel gebracht, z. B. den Kontakt zu unseren heutigen Investoren. Außerdem schätzen wir den Standort Frankfurt für seine zahlreichen Netzwerkveranstaltungen im Bereich Finanzen, Finanztechnologie oder Blockchain. Dank der Universitäten in der Nähe haben wir interessante Kontakte zu Professoren hergestellt oder Absolventinnen und Absolventen angeheuert, die am Erfolg unseres Unternehmens einen großen Anteil haben.

5. Wie muss sich die Start-up-Region Frankfurt Rhein-Main deiner Meinung nach verändern, um noch mehr Start-ups und Investoren anzuziehen?

Ich denke, dass Frankfurt/Rhein-Main im Fintech-Bereich bereits sehr gut aufgestellt ist. Die Frankfurt School ist bspw. in Lehre und Forschung im Bereich Blockchain sehr ambitioniert. Meiner Meinung nach müsste in Frankfurt eher die Förderung für Start-ups ausgebaut werden, die nicht im Finanzbereich beheimatet sind.

6. Wie hast Du vor, zukünftig Talente für CASHLINK zu gewinnen und somit nach Frankfurt zu bringen?

Ein hochqualifiziertes Team ist für uns sehr wichtig, weil unser Produkt äußerst anspruchsvoll ist – und das in vielerlei Hinsicht. Zunächst denkt man vielleicht nicht an den rechtlichen Rahmen des Produktes, aber was wir da leisten, ist enorm. Deshalb müssen wir Bewerbern sehr gut erklären, was sie bei einer Mitarbeit in unserem Unternehmen erwartet. Sie müssen wissen, dass sie hier Pionierarbeit leisten und zu den Ersten gehören können, die die Tokenisierung von Assets ermöglicht haben und mit einer innovativen Technologie disruptiv etwas verändern werden. Deshalb suchen wir die besten Talente und lassen uns viel Zeit für deren Recruiting.

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